Als wir vergangenen Samstag nach einem ziemlich erfolgreichen Zwölf-und-noch-ein-bisschen-mehr-Stunden-Tag aus unserem Café krochen, krochen wir nicht zu Hause auf Couch und Terrassenstuhl, sondern zum Sehrleckerpizzaessen vors „Pizzaiolo“ gleich am Marktplatz und von dort auch noch bis zum mit offenbar nichts als beseelten Menschen bevölkerten Rosengarten. Denn da war ja Klassik-Open-air. Und wir zum ersten Mal da. Naja, wenigstens für die letzten vier Stücke. Die genügten dem Orchester des Landestheaters mitsamt des sich in diesem Moment verabschiedenden Generalmusikdirektors Daniel Carter allerdings, uns auch schnell noch mit zu beseelen. Wow. Dankeschön dafür!
Gratis war dann (außer man entschied sich für eine Spende) auch der Besuch des Konzerts im Rahmen des programmpunktreichen Kulturfestivals Composit 2.0, das das Jugendkulturzentrum Cosmos (ex-Domino) wiederum zusammen mit dem Landestheater kaum 50 Schritte weg veranstaltete. Ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal für ein Konzert hier im Juz am Anger war. Früher waren es viele und vor dem eigenen Führerschein überhaupt die ersten mit solcher wilden, lauten Musik, die ich da noch gar nicht lange für mich entdeckt hatte. So wild und laut wie das, was die wirklich packende junge Band Indirekt Grell aus Bad Aibling letzten Samstag da entfesselte, war es aber auch früher nur selten. Ob ihr noisiger, fordernder Sound, den man sogar schon im BR2-„Zündfunk“ und sogar von der illustren US-Musikseite Pitchfork.com empfohlen bekam, vor 30 Jahren mehr Publikum in Coburg gefunden hätte … Keine Ahnung. Wie waren aber wohl die Einzigen, die sich das Kontrastprogramm von symphonischer Filmmusik und Postpunk gaben. So schade.
Stichwort „Kontrastprogramm“: Am kommenden Wochenende folgt ja auch schon das Sambafestival. Mit eben noch mal ganz anderen Klängen. Wer den „besten Caipi der Stadt“ kredenzt, darum dürfen sich wieder andere Bars und Cafés streiten. Wir bieten auf jeden Fall ziemlich sicher die besten Pasta e ceci al pomodoro, die beste Süßkartoffel-Paprika-Linsen-Suppe mit Kokosmilch, Limette und Koriander, wohl auch den besten Couscous-Salat mit buntem Gemüse, Ofentomaten, frischen Kräutern und Soja-Labneh oder Schaf-Feta und die besten Tagliatelle al cacio e pepe ja sowieso. (Und die beste selbst gemachte Gurkenlimonde vermutlich auch!)
Hier (mit Klick auf diese Zeile) findet ihr wie immer unsere Wochenkarte. Und wie immer am Samba-Wochenende öffnen wir auch wieder am Sonntag. Diesmal bieten wir am Wochenende aber gleich an zwei Tagen Frühstück an! Wer sich also nach durchtanzten Caipi-Nächten nach etwas Ruhe, verlässlichem Service und einer essentiellen Frühstückskarte sehnt, die trotzdem alles bietet, um wieder auf die Beine zu kommen – der kommt am Samstag oder Sonntag ab 9.30 Uhr zu uns ins Ribollita. (Und reserviert am besten hier gleich seinen Tisch!)
P.S.: Ob bitte jemand dem neuen aus Neapel stammenden Generalmusikdirektor Tommaso Turchetta ausrichten könnte, dass die Pasta bei uns immer schön al dente ist, damit er bald mal kosten kommt … das wäre nett! : )




