Vertrauen ist gut

Die Tage „Der Klimperclown“ in der ARD-Mediathek gesehen. Eine empfehlenswerte Dokumentation anlässlich des 70. Geburtstags von Helge Schneider (sie sei hiermit verlinkt). Vieles schon gewusst, manches neu erfahren, vor allem aber sehr gut unterhalten worden. Weil ich diesen Clown schon sehr lange sehr lustig finde, sein Timing, sein Improvisationstalent und seine Musikalität bewundere und welche Freiheit(en) er sich nimmt.

Was ich hier besonders beachtenswert finde: „Der Klimperclown“ stammt von Helge Schneider selbst. Er hat ihn gemeinsam mit Sandro Giampietro, u.a. langjähriger Gitarrist seiner Band, erdacht, gedreht, geschnitten usw. Es ist also eine Film-Autobiographie. In der man zum Beispiel auch erfährt, dass Schneider in seinem kubikmeterreichen Mülheimer Anwesen sogar eine eigene Fotostudioecke eingerichtet hat. „ … Weil ich´s leid war, von Fotografen immer reingelegt zu werden: Die Fotos, die mir angeboten wurden von mir selber waren meistens unscharf. Und jetzt mache ich alles selbst …“, spricht er da, während man ihm dabei zusieht, wie er fürs Selbstportrait auf einen Flügel klettert. Wie so oft weiß man nicht so richtig, was er ernst meint davon und was nicht.

Das mit der Freiheit meint er auf jeden Fall sehr ernst. Und man sieht an dieser beiläufigen Szene, welche absoluten Konsequenzen er daraus zieht: Schneider macht quasi alles selbst, was ihm wichtig ist rund um seine Kunst, ums Image usw. Auch wenn wir weit davon entfernt sind, uns selbst auch nur in die Nähe der großartigen Arbeit dieses Künstlers zu stellen: Im Kern können wir das sehr gut nachvollziehen.

Wir haben zum Beispiel von dem, was auf unseren Tellern und in unseren Schalen landet, ebenfalls sehr genaue Vorstellungen. Oder auch dafür, wie wir unser Café und seine Aktivitäten in Wort, Bild, Grafik, Social Media usw. darstellen wollen, stellen wir strenge bzw. ziemlich subjektive Kriterien auf. Und diese Form von … nennen wir es mal Kontrollbedarf kann nicht nur für uns selbst, sondern auch für alle, die mit uns arbeiten, schon auch etwas anstregend sein. Andere einfach auch einfach mal machen zu lassen, das ist durchaus eine ganz eigene Kunst!

So, und damit wir das jetzt mal üben, lassen wir euch ganz alleine auswählen, was ihr bei uns essen wollt – hier, auf unserer neuen Wochenkarte (hier drauf klicken und sie erscheint wie von Zauberhand komplett).

Wenn wir trotzdem was empfehlen dürften, dann wären das: die Pasta e ceci alla puttanesca, also mit Kichererbsen, Tomaten, Oliven, Kapern, Chili und Knoblauch als Wochengericht, die Suppe mit Zucchini und Erbsen und die Pasta al ragù bianco – also wie Bolognese, nur ohne Tomaten – beides am Donnerstag. Außerdem bieten wir am Freitag und Samstag eine Sommervariante unserer Lieblingssuppe, der Ribollita, an – mit Tomaten, Sellerie, Borlotti-Bohnen und Basilikum.

Aber entscheidet bitte unbedingt und völlig unkontrolliert ganz für euch allein! Ihr seid ja auch schon groß. ; )