Selbst an Tagen, an denen man glaubt, den eigenen Ansprüchen nicht ganz gerecht geworden zu sein, schafft man dann doch immer einiges. Das hier haben wir zuletzt von unserer To-Do-Liste gestrichen, und vieles davon war gar nicht so einfach:

- In der Wahlkabine beim Ankreuzen auf dem riesigen Kreistags-Bogen mit dem Kugelschreiber nicht zwischen die Lücke zwischen zwei zusammengeschobene Grundschultische und damit den Bogen durchstoßen und ihn anschließend auch wieder so zusammenfalten, dass er tatsächlich in die Urne passt.
- Fürs Filmquiz sich schnell noch durch „Pulp Fiction“, „Psycho“, „Trainspotting“ und „Thelma & Louise“ spulen, um fest- bzw. sicherzustellen, ob die Hauptfiguren darin schießen, küssen, stehlen, eine Toilette benutzen, verhaftet werden und sterben (oder eben nicht).
- Aus dem koffeeinfreien Espressopulver (wir haben jetzt wieder welches) einen mindestens mal ordentlichen Cappuccino fabrizieren.
- Ein Eintopfgericht mit Risottoreis, Linsen, Paprika und Tomaten so erklären, dass Gäste weder eine dicke Suppe erwarten noch Reispframpf mit grünrotem Allerlei.
- Für unser neues Komm-doch-mal-rein-Angebot Stehpresso (ein schneller Espresso an der Bar im Stehen kostet aktuell nur 1,50 Euro!) zwischen Getränkenachfüllen und erster Mittagsbestellung mal eben ein Plakat entwerfen.
- Einem Gast, der wochentags genau um 17.10 Uhr seine 24-stündige Fastenphase beendet hat, schnell noch zwei(!) Hauptspeisen auf die Teller zaubern.
- Sich in Bingoregeln einarbeiten, die zwar einerseits voll baby sind (wie wir in den 70ern oder 80ern immer gesagt haben als wir längst nicht mehr voll baby waren), aber andererseits an der richtigen Stelle so zu frisieren sind, dass unser erster Bingonachmittag am kommenden Sonntag ab 14.30 Uhr a certain spice bekommt. (Lasst euch das besser nicht entgehen!)
- Schnell noch ein paar Kräutertöpfchen bepflanzen und endlich den heimischen Gehsteig fegen, obwohl Anfang März überraschenderweise schon gegen 19 Uhr die Dunkelheit hereinbricht.
- Eine solche Wochenkarte präsentieren (bitte auf diese Klammer klicken für die Komplettübersicht) – mit einem proteinbombigen Wochengericht wie den Pasta e ceci al pomodoro (Nudeln mit Kichererbsen, Tomaten, Knoblauch und Chili), einer Ribollita am Donnerstag und Penne all’amatriciana, einer sehr leckeren Karotten-Linsen-Suppe mit Sesam, Chili und geröstetem Schwarzkohl und einem Samstag, an dem ihr einmal mehr nicht mehr ohne (veganen und glutenfreien) Milchreis mit selbst gemachtem Zwetschgenkompott mit Garam Masala, Zimt und gerösteten Mandeln sein sollt.
- Den Leuten als späten Montags-Newsletter eine abgehakte und leidlich amüsant kommentierte To-Do-Liste präsentieren und hoffen, dass man damit durchkommt.




